Maria Pia Lattanzi

Arbeitstechnik

Arbeitstechnik und Stil

Die Bildsprache der Künstlerin ist geprägt von ihrer langjährigen, intensiven Beschäftigung mit druckgrafischen Medien, insbesondere dem Siebdruck. Davon ausgehend entwickelte sie ein bildnerisches Verfahren, das sie erstmals umfassend im Jahr 2003 in der 24-teiligen Porträtserie „Tapetentüren zu Menschenbildern“ umsetzte.
Lattanzi gelangte darin zu einer subtilen und tiefgründigen Neuinterpretation des klassischen Genres der Porträtmalerei, die weit über die tradierte, rein abbildgetreue Wiedergabe des Darzustellenden hinausreicht.

Inhaltlich gesehen stellen Maria Pia Lattanzis Porträts sensibel psychologische Persönlichkeitsbilder von fein entrückter „Atmosphärenhaftigkeit“ dar. Das Muster als solches ist für Maria Pia Lattanzi Symbol für Verborgenes, „ein Muster, das jeden von uns auf seinem Lebensweg begleitet, unabhängig davon, welcher Kultur sie oder er angehören. Ein Muster der Verflechtung und Vernetzung unterschiedlicher Gefühls- und Denkformen…“. Gleich einem „Seelen-Scanner“ erspürt Lattanzi die tiefgründig-vielschichtige Seelenlandschaft ihrer Protagonisten.

Mag. Doris Fries
Kunsthistorikerin

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