Die Malerei ist Ausdruck von Erfahrungen und Emotionen. Sie berührt und offenbart die tiefen Schichten unseres Bewußtseins. Sie begleitet in der Persönlichkeitsentwicklung so wie der Selbstfindung. Für mich ist die Malerei eine treue Begleiterin durchs Leben, mächtig in ihrem Wesen, aufrichtig und direkt, vorhersehend und reflektierend. Sie ist meine Verbündete und engste Freundin.

Blütenraum, Eitempera/Molino, 130x145cm, 2026

Blütentransformation, Eitempera/Molino, 120x140cm, 2026

Trilogie des Sterbens, Eitempera/Molino, 2024

Toter Hirsch im Wald, Eitempera/Molino,120x100cm, 2022

Der Hirsch, Eitempera/Molino, 130x140cm, 2013
„Tiere sind da, wo das Gefühlsbetonte, das Emphatische zuhause ist“, sagt Lattanzi. Themen ihrer Arbeiten sind Bindung, Beziehung, Reinheit und Wildheit, sowie die Zugehörigkeit des Menschen zur Natur. Ihr Anspruch ist es dabei, einen Ausschnitt aus ihrer persönlichen Realität möglichst prägnant auszudrücken und wiederzugeben.
Betrachten wir Menschen Natur und Tiere, sehen wir darin auch immer uns selbst mit unseren Ansichten und Deutungen der Welt. In der Natur spiegelt sich der Mensch. Im Tier erkennt sich der Mensch. Das Tier ist pur, echt, wild und unverstellt. Das berührt uns gerade dort, wo wir uns als Menschen gerne entziehen wollen. In unseren Tiefen.
So kann die Begegnung mit dem Tier, zum Beispiel dem Hirsch oder dem Wolf ebenfalls auch als Einladung zur Innenschau und zu echter Begegnung mit unserer verletzlichen Wesenheit gesehen werden. Mit unserer eigenen tieferen Natur.Beständig und ewig, über uns hinausweisend ist Natur.
Ein Gegenbild zur Welt im Wandel, ein Fix- und Bezugspunkt in einer Welt, in der sich alles verflüssigt und aus der Mitte gerät, eine unheimlich heimelige Konstante, das letzte beständige Bindeglied zwischen dem, was war und dem, was geworden ist und werden wird. Überzeitlich.
Die Natur verwandelt sich scheinbar immer gleich. Das Vertrauen, dass die Sonne immer aufgeht, die Blätter einstmals fallen, der Apfel reift, die Knospen sich öffnen. Es ist scheinbar seit Jahrhunderten derselbe, klare Tau auf Blüten. Jahr um Jahr, Tag um Tag vertrauen wir. Die Natur allein schafft es, sich diesem Widerspruch von Wandel und Dauer zu entziehen. Sie führt beides in einem Prinzip des ewigen Kreislaufs zusammen.Wenn wir als Menschen eines wissen, ist es, dass wir darin Eingebundene sind.Eine Hoffnung.Ein Trost
Mag.Barbara Mithlinger, kleine Galerie Wien
Gemeinschaftsausstellung im Kulturankerzentrum Floridsdorf in Wien, 2024
Einzelausstellung im Kunstraum ProArte, 2023

Graphit/Tusche auf Papier,100x70cm, 2022

Der Kampf 3,Graphit auf Papier,52x42cm,2022

Der Kampf 2,Graphit auf Papier, 80x60cm, 2022

Wolfsrudel, Eitempera/Molino,105x100cm, 2024

Selbstportrait in rot, Eitempera/Molino, 140x140cm, 2014

Doppelselbstportrait mit Lilien, Eitempera/Molino,105x130cm, 2021
Interview zur Einzelausstellung „Motus“ 2023 im Kunstraum ProArte in Hallein bei Salzburg


















